MoMS

Matrix of Multifunctional Systems

Multifunktionale Fassaden- und Bauteilsysteme
© Zentrum Alpines Bauen

Hintergrund

Multifunktionale Fassaden- und Bauteilsysteme integrieren bau- und gebäudetechnische Funktionen in einem einzelnen Bauelements oder Systems (multifunktionale Systeme). Diese Integration optimiert den Ressourceneinsatz, minimiert den Raumbedarf und vereinfacht Bauprozesse. Beispiele umfassen multifunktionale Deckensysteme, die neben ihrer Tragfunktion Heizung, Kühlung und technische Gebäudeausrüstung aufnehmen, sowie Fassaden, die Tragwerk, solare Energiegewinnung und auch Lüftung vereinen.

Projektziele

Obwohl bereits zahlreiche derartige Systeme existieren oder existierten, fehlt eine systematische Analyse von physikalischen Prozessen, technischen Lösungen, möglichen Kombinationen von gebäude- und bautechnischen Komponenten, daraus resultierenden Anwendungsfällen (Nutzungsszenarien) und damit eine qualitative Marktanalyse sowie eine darauf aufbauende Identifikation von Entwicklungspotenzialen. MoMS zielt darauf ab, diese Forschungslücke zu schließen und den Forschungsbedarf für nachfolgende Projekte zu präzisieren.
Die Methodik basiert auf der Kreativtechnik „Morphologischer Kasten“ zu den Kriterien basierten Ideenfindung und überführt diese in eine systematisch-strukturierte Erstellung von verknüpften Matrizen. Diese Matrizen bilden die Relationen zwischen verschiedenen technischen, funktionalen und anwendungsorientierten Aspekten der Systeme ab. Durch die sequenzielle Analyse und Kombination dieser Matrizen werden Entwicklungspotenziale identifiziert und hinsichtlich Nutzungs- und Marktpotentialen bewertet.

Aktueller Stand / Ergebnisse

Aktuell werden Ablauf und Methodik durch Literaturrecherche und -analyse abgesichert. Anschließend erfolgt die Bildung von Matrizen multifunktionaler Bauteile bezogen auf physikalische Prozesse und die Überlagerung mit potentiellen Nutzungsszenarien und Gebäudetypen, um daraus das Marktpotential abzuleiten. Abschließend wird in einem BottomUp-Verfahren je identifizierter wirtschaftlich relevanter Funktionskombination die technische Machbarkeit untersucht.

Projektmitarbeiter*innen

Projektleitung: Michael Grobbauer
Projektmitarbeiter*innen: Lena Seiwald, Béla Tress