Das Zentrum Alpines Bauen befasst sich mit Forschung und Transfer von Forschungsergebnissen und Fachkenntnissen in die Wirtschaft. In drei Arbeitsgruppen (Energiesysteme, Gebäudehüllen und Bausysteme sowie Siedlungssysteme) wird an übertragbaren Lösungen für aktuelle Herausforderungen des Bauens und einer zukunftsfähigen Siedlungsentwicklung insbesondere im alpinen Raum geforscht und entwickelt.
Im Fokus stehen folgende Fragestellungen:
Wie kann das heutige Bauen resilient gegenüber den Herausforderungen des Klimawandels sowie flächen- und ressourcenschonend und kreislauffähig weiterentwickelt werden?
Wie kann die zukünftige Energieversorgung unter möglichst breiter Nutzung von erneuerbaren Energien und effizient betriebenen Gebäuden und Energienetzen Versorgungssicherheit, Leistbarkeit und CO2-Reduktion leisten?
Welchen Beitrag leisten Bausysteme, Digitalisierung, multifunktionale Bauteilsysteme und Gebäudehüllen zur Reduktion des Flächenverbrauches und zu Leistbarkeit, Energie- und Ressourceneffizienz, Funktionalität und Kreislauffähigkeit?
Wie können vorhandene und zukünftige Siedlungen kompakter, in der Nutzung gemischter und im Verkehr und der öffentlichen Versorgung effizienter werden?
Die Arbeitsgruppe Energiesysteme befasst sich aktuell mit Energieflexibilität und Simulation von Energiesystemen und multifunktionalen Systemen. Im Fokus stehen dabei insbesondere thermische aktive Bauteilsysteme und die thermische Aktivierung des Bestandes. Vor allem die Aktivierung von Massivholz erlaubt auch im Holzbau die optimale Nutzung von Bauteilen als Wärmespeicher. Multifunktionale Systeme werden aktuell vor allem für Gebäudehüllen (Fassaden) für den Neubau und die Sanierung entwickelt.
Die Arbeitsgruppe Gebäudehüllen und Bausysteme befasst sich derzeit mit modernen Gebäudehüllensystemen, (Holz-)Bausystemen und multifunktionalen Bauteilsystemen. Bausysteme können durch Digitalisierung, Standardisierung und hohen Vorfertigungsgrad kurze Errichtungszeiten, geringe Lärmbelastung, höhere Qualität, Effizienz in Errichtung und Betrieb und Leistbarkeit bieten. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Erweiterung von Bestandsgebäuden zur Reduktion des Landverbrauches und Digitalisierung und Automatisierung des Planungsprozesses sowie zur Verbesserung der Kreislauffähigkeit von Gebäuden. Multifunktionale Systeme werden aktuell vor allem für Gebäudehüllen (Fassaden) für den Neubau und die Sanierung entwickelt.
Die Arbeitsgruppe Siedlungssysteme nutzt Raum- und Simulationsmodelle der Geoinformatik zur Entscheidungsunterstützung für die nachhaltige Entwicklung von Siedlungsräumen. Im Fokus stehen aktuell Potenziale zur Nachverdichtung und nachhaltiges Flächenmanagement unter Berücksichtigung von Wohnumfeld, Mobilität und Energie. Dadurch werden Beiträge zu zukunftsfähigen, nachhaltigen und lebenswerten Siedlungen in alpinen und anderen ressourcenbegrenzten Regionen geleistet: räumliche Kompaktheit, Nutzungsmischung und Verkehrseffizienz mit kurzen Wegen.
Das Zentrum Alpines Bauen wird zum Teil vom Land Salzburg durch Fördermittel unterstützt. Den größeren Teil der Finanzierung stellen Mittel aus kooperativer und Auftragsforschung dar.
Der Beirat besteht aus Vertreter*innen der Stakeholder*innen aus Wirtschaft, Politik, öffentlicher Verwaltung und Wissenschaft. Die Beirät*innen sind Diskussionspartner*innen und Berater*innen bei der aktuellen und zukünftigen thematischen und strukturellen Ausrichtung. Sie vertreten das öffentliche Interesse an den geförderten Aktivitäten des Zentrums
Wenn Sie allgemeines Interesse, Kooperationsanfragen oder Forschungs- und Entwicklungsbedarf haben, treten Sie bitte direkt mit der Zentrumsleitung in Verbindung.
Wenn Sie bereits konkrete Vorstellungen zur Kooperation in den Themen unserer Arbeitsgruppen haben, kontaktieren Sie bitte unsere Arbeitsgruppenleiter*innen:
Arbeitsgruppe Energiesysteme: Klaus Prenninger
Arbeitsgruppe Gebäudehüllen und Bausysteme: Elisabeth Dürnberger
Arbeitsgruppe Siedlungssysteme: Sabine Gadocha
Wenn Sie direkt unsere Mitarbeiter*innen ansprechen wollen, finden Sie diese hier.
Die Entwicklung von Prototypen, Produkten, Systemen und Dienstleistungen und die Untersuchung der Machbarkeit und Zielorientierung von Lösungen kann durch unterschiedliche Projektarten (Direktaufträge an uns oder an von uns gebildete Fachteams, kooperative geförderte Forschung, geförderte Entwicklungsprojekte) erfolgen. Wir beraten Sie und suchen für Sie nach geeigneten Werkzeugen und Partner*innen. Für geförderte Forschung und Entwicklung begleiten wir Sie gerne in der Vorprojektphase (Idee, Förderbarkeit, wissenschaftliche Methoden, erforderliche Kompetenzen und Versuche/Prüfungen), bilden gemeinsam mit Ihnen Projektkonsortien, erstellen Förderanträge und leiten gemeinsame Förderprojekte oder arbeiten in Konsortien mit. Im Rahmen des Wissenstransfers bieten wir Fachvorträge zu unseren Forschungs- und Entwicklungsergebnissen, zum Stand der Wissenschaft, zu möglichen zukünftigen Entwicklungen und zu unseren Prototypen an. In Workshops unterstützen wir bei Entwicklungsprojekten, bei Fachfragen, bei der Findung von Forschungs- und Entwicklungszielen und -fragen oder zur generellen Vorbereitung von Forschungsvorhaben. In Schulungen bieten wir fertige Informationspakete zu unseren Forschungs- und Entwicklungsergebnissen oder zum Stand der Wissenschaft an oder erstellen gemeinsam mit Ihnen gezielte Schulungsangebote.
Unter Prototypen des Zentrums verstehen wir nicht nur die im Zuge der Forschungsprojekte erstellten physischen und digitalen Versuchsobjekte / Tools, sondern auch Lösungen, die einen Entwicklungsstand erreicht haben, die einen Einsatz in oder als Teil von Produktivsystemen erlauben. Das umfasst Planungsmaterial, Softwaretools und validierte Simulationsmodelle mit Nachweis der Praxistauglichkeit. Weiterführende Informationen finden Sie hier.
Das Zentrum Alpines Bauen verfügt über mobile Messtechnik, Simulationsprogramme und das Versuchsgebäude mit Fassadenprüfstand Twin²Sim (Living Lab). Weiterführende Informationen finden Sie hier.
Forschungsvorhaben und -Ergebnisse, die die Bandbreite unserer Kompetenzen und Tätigkeiten abbilden, finden sich hier.
Wissenschaftliche und nicht-wissenschaftliche Publikationen und Downloadlinks zu Materialen finden sich unter hier.
Kann das Zentrum Alpines Bauen auch Projekte abwickeln, ohne die Ergebnisse zu veröffentlichen?
Ja, im Zuge einer Auftragsforschung ist dies möglich. Auftragsforschung ist immer dann die richtige Wahl, wenn Forschungsergebnisse nicht publiziert werden sollen, wenn keine Zeit für das Abwarten von Förderzusagen ist oder wenn die Fragestellung aufgrund von Größe oder Ausrichtung nicht in das Korsett geförderter Forschung passt.
Das Zentrum Alpines Bauen übernimmt gerne solche Aufgaben und sorgt für die Einbeziehung von bei uns nicht vorhandenen, aber notwendigen Kompetenzen aus Wissenschaft und Praxis. Vertraulichkeit ist dabei selbstverständlich. Nehmen Sie Kontakt mit unserer Zentrumsleitung oder den Leiter*innen der Arbeitsgruppen auf.
Das Zentrum Alpines Bauen unterstützt im Zuge einer Auftragsforschung oder eines geförderten Projekts bei der Entwicklung eines Fassadensystems. Gerne beraten wir Sie zu Ihren Möglichkeiten, unterstützen bei der Konzeptionierung des Projekts, der Konsortialbildung und Antragsstellung. Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.
Das Zentrum Alpines Bauen verfügt über einen multifunktionalen Gebäudehüllenprüfstand zur ganzheitlichen Untersuchung komplexer Gebäudehüllen und Gebäudetechnik. Hier finden Sie weitere Informationen zum Versuchsgebäude, Gebäudehüllenprüfstand und Multifunktionslabor Twin2Sim.
Das Zentrum Alpines Bauen bietet maßgeschneiderte Schulungen oder Webinare für Ihre Mitarbeiterinnen und Partnerinnen an. Für hohe Treffsicherheit entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Einzelschulungen oder Kurse. Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.