CircularBioMat

Circular Bio Mat
© Fachhochschule Salzburg

Hintergrund

Im Rahmen des Forschungsprojekts CircularBioMat werden zahlreiche biobasierte Materialien – darunter auch mit Naturfasern verstärkte Werkstoffe sowie Rezyklate – hinsichtlich ihrer Eignung zur Substitution der in der technischen Gebäudeausstattung (TGA) sowie in der Versorgungstechnik dominierenden erdölbasierten Polymere erprobt.
Die geeignetsten Materialien und Verbundwerkstoffe werden anschließend zu funktionsfähigen Prototypen weiterverarbeitet, um diese mit den kommerziell erhältlichen, erdölbasierten Konkurrenten hinsichtlich mechanischer Performance, Lebenszyklusanalyse, Rezyklierbarkeit etc. zu vergleichen. Die Erkenntnisse aus diesem interdisziplinären Forschungsprojekt der Studiengänge ‚Holztechnologie & Holzbau‘ sowie ‚Green Building‘ dienen einer merklichen Verbesserung des ökologischen Fußabdrucks für Bauteile der TGA sowie der Versorgungstechnik.
Derzeit wird ein großer Teil der Bauteile für die TGA – darunter Lüftungsauslässe, Schalter- und Steckdosenkomponenten – sowie die Versorgungstechnik überwiegend aus erdölbasierten Kunststoffen gefertigt. Eine genaue Betrachtung des Marktes hat ergeben, dass biogene Bauteile für die TGA sowie für die Versorgungstechnik kaum bzw. nicht verfügbar sind. Dieser Begleitumstand wurde im bereits abgeschlossenen Sondierungsprojekt BiBi-TGA im Jahr 2022 umfangreich ergründet.
Vor diesem Hintergrund wird nun im Rahmen des Forschungsprojekts CircularBioMat mit einem Konsortium, bestehend aus Forschung und Industrie – darunter Fachhochschule Salzburg, Montanuniversität Leoben, Miraplast Kunststoffverarbeitung, Schnabl Stecktechnik, AGRU-Kunststofftechnik sowie Tecnaro – an biogenen Alternativen geforscht, um Materialien und Verbundwerkstoffe zu fertigen, die eine ähnliche oder bessere Performance besitzen als die erdölbasierten Konkurrenzprodukte. Für die Weiterverarbeitung der entwickelten Werkstoffe stehen verschiedenste Verfahrenstechniken zur Verfügung, u. a. Extrusion, Spritzguss, sowie MEX (Materialextrusion) 3D-Druck.

Projektziele

  • Entwicklung sowie Erprobung biobasierter Materialien und Verbundwerkstoffe – darunter auch mit Naturfasern verstärkte Werkstoffe sowie Rezyklate – für die TGA sowie für die Versorgungstechnik
  • Weiterverarbeitung der Werkstoffe mit verschiedenartigen Verfahrenstechniken, u. a. Extrusion, Spritzguss sowie MEX 3D-Druck
  • Prototypenfertigung und anschließende Vergleiche mit kommerziell erhältlichen, erdölbasierten Bauteilen der TGA sowie der Versorgungstechnik
  • Durchführung von Lebenszyklusanalysen für die entwickelten Materialien sowie für die gefertigten Bauteile

Projektmitarbeiter*innen

Projektleitung: Johannes Jorda, Markus Leeb
Projektleitungstellvertretung: Stefan Kain
Projektmitarbeiter*innen: Sybille Salbrechter, Simon Kindelbacher