Hintergrund
Die Wohnanlage Friedrich-Inhauser-Straße in Salzburg wurde umfassend modernisiert, um zentrale Ziele wie Klimaschutz, Leistbarkeit und Weiterbauen im Bestand zu vereinen. Im Rahmen des Projekts ZeCaRe III wurde untersucht, wie technische und prozessuale Innovationen in der Praxis funktionieren und welche Wirkungen sie entfalten – insbesondere in den Bereichen Energie, Mobilität, soziale Infrastruktur und Kosten.
Projektziel
Ziel des Monitorings war es, die Auswirkungen der baulichen und organisatorischen Maßnahmen systematisch zu erfassen und zu bewerten. Dabei standen Energieeffizienz, Nutzerzufriedenheit, Kostenentwicklung und die Qualität der Zusammenarbeit zwischen Projektpartnern im Fokus. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für zukünftige nachhaltige Wohnbauprojekte dienen.
Ergebnisse
Die Analysen zeigen: Klimaschutz, Leistbarkeit und Weiterbauen im Bestand sind vereinbar. Die Bewohner:innen sind mehrheitlich sehr zufrieden, die Energiekosten konnten deutlich gesenkt werden, und die Mobilitätsangebote werden gut angenommen. Der klimaaktiv-Erfüllungsgrad liegt bei 63 %. Die Modernisierung führte zu einer jährlichen Einsparung von rund 4.000 € pro Haushalt – bei gleichzeitig höherem Wohnkomfort und sozialer Qualität. Die Analyse des Energieverbrauchs (s. Abbildung) zeigt, dass durch die Abwasser- und Abluft-Wärmepumpe im Mittel ca. 70% aus der Abwärme des Wohngebäudes stammt. Nur ca. 30% der Energie stammen aus einem Pelletskessel.