Räumliche Bedienstandards

Vertiefungsstudie Bedienstandards: Abgleich ÖV-Bedienstandards mit Zielstandards

ÖV- Bedienungsqualitäten regionalen Busverkehrs
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Hintergrund

Im Salzburger Landesmobilitätskonzept 2016–2025 ist das sogenannte „2‑plus‑2‑Prozent‑Ziel“ festgelegt. Dieses sieht eine Verkehrsmittelverlagerung von insgesamt vier Prozentpunkten vom motorisierten Individualverkehr (MIV) hin zu umweltfreundlicheren Alternativen vor: Der Radverkehrsanteil soll von derzeit etwa 11 % auf 13 % (+ 2 Prozentpunkte) und der öffentliche Verkehr (ÖV) von circa 12 % auf 14 % (ebenfalls + 2 Prozentpunkte) steigen. Als Beitrag zur Erreichung dieses „2+2“-Ziels ist es erforderlich, ÖV-Bedienungsstandards für das Bundesland Salzburg zu erarbeiten.

Projektziele

Zentrales Ziel des Projektes ist die Erarbeitung von Grundlagen, die einen Vergleich der aktuellen ÖV- Bedienungsqualitäten des regionalen und überregionalen Busverkehrs mit den angestrebten Zielstandards im Bundesland Salzburg auf räumlicher Ebene von Korridoren ermöglichen. Dazu werden räumliche Indikatoren zur ÖPNV-Bedienungsqualität je Linie bzw. Korridor entwickelt und definiert unter Berücksichtigung aktueller Planungskonzepte, Datengrundlagen und technologischer Möglichkeiten.

Neben der Evaluierung von Datengrundlagen und -schnittstellen sind insbesondere die konzeptionelle Konkretisierung und prototypische räumliche Modellierung ausgewählter Indikatoren zur Messung der Bedienqualität wesentliche Bausteine.

Aktueller Stand / Ergebnisse

Das erarbeitete Indikatorenset zur Bedienqualität umfasst den Takt, die Erreichbarkeit des regionalen und überregionalen Zentrums mit der ersten/letzten Fahrt am Tag sowie die Berücksichtigung von Nachfragepotenzialen und -gebieten. Die Ergebnisse können zu einer zielgerichteten Weiterentwicklung der Angebote im ÖV beitragen und ermöglichen ein Monitoring der ÖV-Qualitäten und Bedienstandards unter Berücksichtigung der räumlich differenzierten Nachfragepotenziale.

Projektmitarbeiter*innen

Projektleitung iSPACE plus: Stefan Herbst
Projektmitarbeiter*innen: Anna Butzhammer, Max Kanabetter, Thomas Prinz