SPOT

Smartes Stellplatz-Optimierungstool

Stellplatzschlüssel für Wohn- und Gewerbebauten
© iSPACE plus

Hintergrund

Der Wandel zu klimaneutralen Städten erfordert eine Neubewertung veralteter Planungsprinzipien, die den Autoverkehr priorisieren. In urbanen Räumen werden oft übermäßig große Flächen für den ruhenden Verkehr bereitgestellt, was zur ungerechten Flächenverteilung und durch die Versiegelung zu zusätzlichen Hitzepolen und steigendem Überschwemmungspotenzial führt. Auto-zentrierte Lebensstile und Zersiedelung werden durch ein überdimensioniertes Stellplatzangebot weiter verfestigt. Zudem verhindern hohe Stellplatzschlüssel oftmals Bestrebungen zur Nachverdichtung von Gebäuden. Städte benötigen daher innovative Lösungen, um transformative Mobilitätsmaßnahmen effizient und kostengünstig umzusetzen.

Projektziele

Im Projekt SPOT entsteht ein datengetriebenes, evidenzbasiertes Tool, das bedarfsgerechte Stellplatzschlüssel für Wohn- und Gewerbebauten berechnet. Stellplatzschlüssel sollen in SPOT anhand eines von Expertinnen kuratierten Datensatzes, der sinnvolle bedarfsgerechte, standortspezifische Werte enthält, statistisch modelliert werden. Das Tool berücksichtigt sowohl standortbezogene Faktoren (z.B. Siedlungsstruktur, Erreichbarkeit) als auch bauvorhabensbezogene Faktoren (z.B. Carsharing, Mobilitätsverträge). Die Entwicklung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Stakeholder*innen und wird in mehreren Feedbackschleifen verfeinert. SPOT wird ein flexibles und transparentes Tool liefern, das Städte bei der bedarfsgerechten Planung von Stellplätzen unterstützt. Das Tool wird in Pilotstädten wie Klagenfurt getestet und soll anschließend österreichweit skaliert werden.

Projektmitarbeiter*innen

Projektleitung iSPACE plus: Thomas Prinz
Projektmitarbeiter*innen: Sabine Gadocha, Florian Schöpflin