Hintergrund
Die thermische Bauteilaktivierung ist ein etabliertes Prinzip im Betonbau und gewinnt zunehmend an Bedeutung für energieeffiziente Gebäude. Holz hingegen wird bislang kaum als Speichermaterial für Heiz- und Kühlsysteme berücksichtigt. Dabei bietet Massivholz – insbesondere Brettsperrholz – großes Potenzial für nachhaltige, flächeneffiziente und kostengünstige Energiespeicherung, insbesondere im Kontext erneuerbarer Energien und moderner Wärmepumpentechnologien.
Projektziele
Ziel des Projekts ist die Grundlagenforschung zur thermischen Aktivierung von Brettsperrholz. Dafür werden Materialkennwerte wie Wärmeleitfähigkeit und Rohdichte verschiedener Holzarten im Labormaßstab ermittelt. Darauf aufbauend werden geeignete Bauteilaufbauten entwickelt und mittels numerischer Simulationen analysiert. Ein Prototyp wird unter realen Bedingungen getestet. Die Erkenntnisse werden in Workshops an Unternehmen weitergegeben
Ergebnisse
Die Studie liefert erste belastbare Daten zur Eignung von Massivholz für die Bauteilaktivierung. Sie zeigt, welche Materialkombinationen und Aufbauvarianten eine effiziente Wärmeverteilung ermöglichen. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für zukünftige Anwendungen in Neubau und Sanierung und eröffnen neue Perspektiven für den Einsatz von Holz in der Gebäudetechnik.