Hintergrund
Im Sinne einer durchgängigen Datenhaltung und den damit einhergehenden, enorm zunehmenden Datenmengen steigt der Bedarf an der digitalen Erfassung, Dokumentation und Analyse von Bau-, Betriebs- und Wartungsdaten der Gebäudetechnik sowie ihrer prozessbegleitenden Rückkopplung in das BIM-Modell. Eine ausführungsnahe Praxiserprobung mit wissenschaftlicher Begleitung anhand von Pilotprojekten in der Planungs-, Bau- und Betriebspraxis ist wichtige Grundvoraussetzung.
Projektziel
Durch die große Menge an Datenpunkten in der Gebäudeleittechnik soll für die Betriebsführung eine Methodik geschaffen werden, mit welcher Daten automatisiert analysiert werden können und damit eine Fehlererkennung einfacher zu gestalten ist. Es sollen Methoden entwickelt werden, um aus den Messwertverläufen Informationen über den Betrieb sowie Betriebsveränderungen zu erkennen und einer Fehlerbehandlung zuführen zu können. Es soll durch die Einbindung von BIM-Daten aus dem Gebäude entsprechende Modelle zur Validierung der HLK-Netzwerke erzeugt werden, welche zur Analyse herangezogen werden.
Ergebnisse
Die erfolgten Tests mit Messdaten von Forschungsgebäuden halfen Fehler in der Gebäudetechnik erkennen zu können. Diese Fehler wurden durch eine Abweichung zwischen simulierten und realen Daten erkannt. Daher wurden im ersten Schritt die Gebäudemodelle mit Daten aus der Normalbetrieb parametrisiert um in zweiten Schritt eine Prognose mit den aktuellen Messdaten erzeugt. Im dritten Schritt erfolgte die Fehlerkennung durch die Differenz zwischen der Prognose aus dem Simulationsmodell und den aktuellen Messdaten. Die Bandbreite erstreckte sich von sehr einfach zu parametrisierbaren Blackbox-Modellen über detailliertere Greybox-Modelle bis hin zu sehr komplexen, mittels BIM-Schnittstellen parametrisierenten Gebäudemodellen. In einem weiteren Schritt wurden Messdaten von realen Gebäuden verwendet, welche sich hinsichtlich verfügbarer Gebäudedaten (BIM-Modell), Messstellen und Nutzverhalten erheblich von Forschungsgebäuden unterscheiden.