Hintergrund
In Österreich wird nach wie vor zu viel Fläche verbraucht. Gerade deshalb gewinnen Innenentwicklung und Nachverdichtung für eine zukünftige Wohnraumschaffung immer mehr an Bedeutung.
Projektziele
Das Projekt BONANZA knüpft an das erfolgreiche Vorprojekt BONUS an, in dem eine spezielle Nachverdichtungsberatung für Eigentümer*innen von Ein- und Zweifamilienhäusern entwickelt und in den Pilotregionen Salzburg und Feldkirch erfolgreich erprobt wurde. Ziel ist es, ungenutzte bauliche Potenziale im Gebäudebestand zu aktivieren, zusätzlichen ressourcenschonenden und sozial verträglichen Wohnraum zu schaffen – und gleichzeitig neue Flächenversiegelung zu vermeiden.
In BONANZA wird die BONUS-Beratung evaluiert, weiterentwickelt und um den Schwerpunkt Klimawandelanpassung erweitert. Gleichzeitig werden Prozessabläufe standardisiert und ein funktionales Monitoringsystem integriert. So können Umsetzungserfolge und die Wirksamkeit der durch die Beratung angestoßenen Maßnahmen künftig messbar gemacht werden.
Zur Unterstützung des Transfers der BONUS-Beratung in weitere Gemeinden wird ein Co-Creation-Format entwickelt. Für eine integrative, kompakte Zusammenschau der erarbeiteten Dateninnovationen auf Gemeindeebene, die in dem Co-Creation-Format angewendet werden, wird ein interaktives Web-Informationstool entwickelt. Dieses Tool verdeutlicht den Nutzen der Beratung für lokale Herausforderungen und unterstützt Gemeinden bei der Erreichung ihrer Klima- und Energieeffizienzziele. Mit diesen Innovationen schafft BONANZA die Grundlage für eine breite Anwendung der BONUS-Beratung. Die Ergebnisse werden in verschiedenen Veranstaltungen präsentiert, um Bewusstsein zu schaffen und eine langfristige Umsetzung zu fördern.
Ergebnisse
Im Projekt wurden Dateninnovationen und räumliche Indikatoren sowohl auf Parzellen- als auch auf Quartiersebene entwickelt und im Beratungsdatenblatt für die BONUS-Beratung bzw. in einem Web-Infotool integriert. Zudem wurden Maßnahmenkarten zu den Themen Klimawandelanpassung und Biodiversität erarbeitet, die die Beratung unterstützen. Ein Co-Creation-Format zur Ansprache und Aktivierung weiterer Gemeinden zur Implementierung der Beratungsdienstleistung wurde ebenso entwickelt wie ein Monitoringsystem zur Analyse der Wirkungen der BONUS-Beratung. Im Rahmen des Projektes wurden insgesamt 42 Beratungen durchgeführt.